Seite 7: Ärmel

Padmes Senatskleid besitzt drei verschiedene Paar Ärmel, die zu verschiedenen Schichten zählen. Sie sollen alle hier kurz aufgeführt werden.

Das unterste wirkt eher wie eine Stulpe, liegt eng an und hat einen deutlichen Lila-Stich.

Das zweite Paar zählt hingegen eindeutig zur zweiten Kleidungsschicht, da es aus derselben Seide gemacht ist wie die Bodice und seine Verzierungen dem Tabard ähneln. Es ist deutlich weiter als das erste Paar, jedoch lässt sich nicht genau festmachen, ob es an Mantel oder Bodice befestigt ist.

In Weite und Länge wird es von den massiven äußeren Ärmeln deutlich geschlagen. Letztere sind fest an den Mantel angenäht und besteht aus demselben gemusterten Samt wie die komplette äußere Schicht.


 

Part 1: Stulpen

Die untersten Ärmel habe ich bewusst als Stulpen konzipiert, um nicht noch mehr Volumen am Oberarm zu generieren. Sie bestehen aus lila (Poleyster)Taft in Dupionoptik. Gefüttert sind sie im vorderen Teil mit dem Futtersatin des Farthingales. Beide Schichten wurden rechts auf rechts aufeinander genäht und nach dem Wenden mit kleinen Handstichen fixiert. Damit die Stulpen im oberen Teil nicht knittern, habe ich mithilfe der Nahtzugaben Tunnel gefertigt und dort Kabelbinder eingenäht.


 

Part 2: Trompetenärmel

Parallel zur Bodice habe ich die Ärmel gefertigt. Sie bestehen eindeutig aus derselben Seide. Daher musste ich sie zuallererst mit einer stabileren Schicht unterlegen, um den nötigen Stand zu erzeugen. Dafür habe ich schwarzen Köper genommen und ihn unter die Seide genäht, um beides fortan wie eine Schicht verwenden zu können. Das war besonders für die Stickerei wichtig. Auf diesem Bild sieht man bereits einen Teil meiner Skizze.

Padme Ärmel Skizze

Verwendet habe ich Soutache aus Viskose, über die ich bereits bei der Bodice auf der entsprechenden Seite gesprochen habe. Zuallererst habe ich das Muster von meinem dicken Zeichenpapier auf etwas Seidenpapier übertragen. Dann folgte ein zweiter Übertrag auf den Stoff mit blauem Kreidestift.

Padme Stickerei vorzeichnen

Damit das Ganze beim Besticken nicht verrutschen konnte, habe ich kurzerhand die „Hauptader“ des Geflechts mit einer Maschinennaht fixiert. Dies sieht man später aufgrund der dort aufgenähten Soutache nicht.

Padme Stickerei sichern

Dann wurde das Futter eingefügt. Es besteht aus dem lila Taft der Stulpen und wurde rechts auf rechts mit dem Hauptteil verbunden und anschließend umgeschlagen.

Da es nur den unteren Teil einnimmt, wurde der Übergang mit Handstichen fixiert. Ich hatte den Stoff vorher aber schon nach innen geschlagen. Das ist die gerade Maschinennaht, die außen nicht sichtbar ist.


 

Part 3: Kurzinfo Schleppenärmel

Die größten Ärmelteile bestehen aus dem Stoff des Mantels und wurden ebenso mit Mustern versehen (Seite 8). Sie sind hinten mit einer Brosche verbunden. Auch diese ist an anderer Seite weiter beschrieben (Seite 9). Daher bleibt zu den Ärmeln an dieser Stelle nicht mehr viel zu sagen, außer dass sie mit selbstgefertigtem Paspelband verziert sind, das sich farblich abhebt, und ein Futter aus lila-changierendem Taftstoff besitzen. Oben sieht man die Grenze des Futterstoffs, da der Ärmel nicht komplett gefüttert ist. Darunter sieht man die innere Kante und unten die äußere Kante.

Zur Auswahl hatte ich übrigens drei verschiedene Stoffe: einen blauen glatten Taft (oben), einen lila Taft mit Dupionoptik (mittige zwei Stücke) und einen sehr stark gekräuselten Satin, der sich auch nicht etweas glattbügeln ließ. Wie man sieht, habe ich mich für den lila Taft entschlossen, der nun beide Ärmelpaare füttert und auch für die Stulpen verwendet wurde. Auf dem Bild erscheint er etwas rötlicher als in der Realität.


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