Wie der Name vermuten lässt, besteht dieses Kleid tatsächlich aus einem alten Saree, den ich gebraucht gekauft habe. Als viktorianisches Ballkleid hat er nun ein zweites Leben erhalten. Der Stoff ist sehr dünn und besteht aus Seide, was ihn nicht ganz einfach zu verarbeiten macht. Leider hat es auch nicht geholfen, alles komplett per Hand zu nähen. Ich hatte aber ohnehin keine Nähmaschine zur Verfügung, da ich zu dieser Zeit in einem Auslandsjahr in Schweden war.

Zusätzlich zu dem eigentlichen Saree habe ich noch etwas grünen Seidenchiffon in Uni gekauft, um die Balltaille zu nähen, sowie einfache grüne Baumwolle als Basis für den dünnen rutschigen Oberstoff. Inspiriert wurde das Projekt von einem Kleid aus dem Kyoto Costume Institute, das aber ursprünglich aus Frankreich stammt. Für die Unterbauten habe ich auf die handgenähten Teile zurückgegriffen, die ich für mein Bauernkleid angefertigt habe. Das Haarteil habe ich eigens für dieses Projekt designt und aus Krepp-Papier gebastelt. Blumen waren sehr in Mode, sodass sich ein besonders großes Exemplar in der vorderen Mitte der Balltaille findet.

Das Kleid zu fotografieren, entpuppte sich als echte Herausforderung, denn der Sommer in Schweden bildet mit all seinem Grün einen schlechten Hintergrund für die ebenso grüne Farbe des Kleides. Daher möchte ich unbedingt ein zweites Fotoshooting im klassischen deutschen Herbstwald machen.