Wahrscheinlich werde ich diese Homepage früher oder später mit Texten überladen, wenn ich mich zu jedem Thema äußere, dass mit dem Kostümhobby zu tun hat, aber ich möchte sie nicht nur nutzen, um meine Kleider zu zeigen, sondern auch, um ein paar Gedanken loszuwerden…

Diese Seite soll ein bisschen nach dem Motto „nobody is perfect“ arbeiten. Als ich angefangen habe, zu nähen, haben sich sehr viele Fehlerchen eingeschlichen. Aber auch heute noch passieren mir sowohl „dumme“ Fehler als auch simple Pechsträhnen. Oftmals ärgere ich mich dann auch furchtbar darüber auf, manchmal ist es aber auch nur zum Lachen.

Mir fällt bei sehr vielen Blogs und Homepages jedoch auf, dass oftmals nur die fertigen Werke präsentiert werden. Manchmal gibt es auch ein nettes Making-of, aber nur selten kommt wirklich zum Vorschein, was alles schief gehen kann. Vielleicht machen andere Leute auch weniger Fehler. Natürlich nimmt man auch nur die besten Bilder zum Vorzeigen. Manchmal kommt es mir so vor. Man kann regelrecht Selbstzweifel bekommen, wenn man perfekte, super aufwendige, toll sitzende Kleider an hübschen Frauen (und Männern) sieht und vergisst dann auch schnell, wie schön die eigenen Kreationen sind.

Hier sollen nun die kleinen und großen Pannen per Wort und Bild gezeigt werden. Viel Spaß!

Ähnliche Sachen gibt es auch auf der Seite „aus Alt mach Neu“ und der Making-of-Ruprik zu sehen.


Mein erstes Kleid, Morgaine aus „Die Nebel von Avalon“. Man sieht den Fehler gar nicht auf den ersten Blick, aber ich weiß, dass er da ist: Die Träger sind unterschiedlich lang.

morgaine-gang-2-700

Die grüne Reitkleidung aus der Krinolinenzeit hat anfangs mangels Korsett leider gar nicht gut gesessen und beim Fotoshooting Falten geworfen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch ohne Korsett gut ausgesehen hätte, aber dann wäre zumindest eine Anti-Knitter-Verstärkung notwendig gewesen.

Riding Habit vorne 700

Ich habe 5 Korsetts gebraucht, um endlich ein gut passendes zu haben. Das lag zugegebenermaßen aber am Schnitt. Außerdem war ich anfangs zu geizig für eine richtige Korsettschließe, was man hier sieht. Und unten steht es viel zu weit ab.

Korsett bestickt

Meine Röcke mache ich grundsätzlich vorne zu kurz, während sie hinten manchmal 10cm zu viel haben, besonders bei Tournürenröcken, hier ausnahmsweise nicht der Fall.

dagmer-rocklaenge

Ich kaufe grundsätzlich zu wenig Stoff, dadurch wird das Aufzeichnen der Schnittmusterteile zum Tetris-Spiel. Irgendwie bin ich lernresitent.  Bei dem blauen Wikikleid wurde mir hingegen zu wenig Stoff geliefert. Deswegen waren beim ersten Tragen die Ärmel auch noch zu kurz, sollen aber demnächst durch dunklere Enden erweitert werden.

Wiki Blau Baum

Bei diesem Rock ist sogar etwas besonders schief gegangen: Ich habe das asymmetrische Seitenteil falsch herum angenäht und den Bund vor dem Ablängen gefertigt. Dadurch stand Auftrennen außer Frage. Als Konsequenz musste ich hinten, wo dann einfach Länge gefehlt hat, ein Stück einsetzen. Hier sieht man es nicht einmal wegen der Rüsche.

Beim Ciri Projekt habe ich das gleiche Teil zweimal zugeschnitten statt zueinander seitenverkehrt.


Ich bin sicher, hier werden noch einige Einträge folgen.


Ich würde mich übrigens freuen, wenn ihr in den Kommentaren eure eigenen Pannen und Nähabenteuer schreibt.

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