Heute möchte ich gerne ausnahmsweise etwas für unsere vierbeinigen Freunde schreiben. Diese Anleitung ergibt einen sogenannten Hundebademantel, der besonders praktisch ist, wenn in den kälteren Jahreszeiten der nasse Hund im Auto nach Hause gefahren werden soll. Bis er ankommt, hat der Mantel bereits einen Großteil der Feuchtigkeit aufgenommen. Bei Pferden würde man das Äquivalent eine Abschwitzdecke nennen.
Als Material können Handtücher oder entsprechende Meterware, auch Mikrofaser verwendet werden. Allerdings lädt sich letzteres unangenehm elektrisch auf. Bitte passt auf, dass der Hund sich nicht in der Decke verknotet oder damit irgendwo hängen bleibt, oder panisch wird, weil er das Tragen nicht gewohnt ist!

Hundedecke Fertig


Schnittmuster:

a) Rückenlänge + 10%
b) gewünschte Länge, nicht zu lang wegen Stolpergefahr, bis knapp unter Bauch
c) Gesamtlänge, gemessen von vorne, gebogen über Schulter bis hinten zum Hinterlauf
d) vordere Länge ab Halsansatz
e) ½ Halsumfang + 10%
f) Halslänge, nicht zu lang, sonst störend

Schnittmuster 1

Nun abändern:
Grüne Linie: Hinten sollte eine Art Keil hinein, um Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Bei Hunden mit stehender Rute wird grün nicht geschlossen. Der Keil kann auch einzeln genäht und eingesetzt werden.
Trapez: Vorne sollte eine Art trapez eingefügt werden. Dessen genaue Größe wird erst nach der ersten Anprobe bestimmt. Dieses anzufertigen, ist wichtig, damit der Hund nicht am Hals eingequetscht wird! Dies könnte sonst evtl. gefährlich sein!

Schnittmuster 2


Nähen:

Umsäumen

Blaue Kanten umnähen oder Schrägband ansetzen.

An den grünen und lila Kanten beide Hauptteile zusammen nähen bzw. grün offen lassen und umnähen wie blau.  Die Kanten innen sehen mit Keil dann so aus:

Innenleben

Halsteil an einer der braunen Kanten umnähen, andere an braune Linie des Halsteils annähen.

Ohne Keil

Nun eine kurze Anprobe. Keine Nadeln verwenden! Dadurch wird die Breite des Trapezförmigen Teils bestimmt. Das Ganze darf ruhig locker sitzen. Dieses ausschneiden, an der blauen Kante umnähen, dann an den Seiten an die orangenen und schwarzen Linien nähen.