Heute gibt es trotz des nahenden Sommerwetters die Anleitung für ein Accessoire für kältere Tage, einen Kurzumhang, wie er in leicht abgewandelter Form im 18. Und 19. Jahrhundert getragen wurde. Schnitte variierten minimal, daher ist dieser hier als praktisch und historisierend anzusehen.

Fertig


Material:

Im Idealfall Wolle, aber auch dicke Stoffe aus Kunstfasern, wenn es nicht 100% authentisch sein muss.


Schnittmuster:

Im Prinzip ist das Hauptteil lediglich ein kürzerer Umhang, jedoch ist die Länge hier sehr wichtig und die Kapuzengröße sorgt oftmals für Verwirrungen, weshalb ich die Anleitung schreiben wollte.
Im Idealfall ist die Gesamtbreite des Umhangs das Maß von eurem Handrücken über den Nacken bis zum anderen Handrücken, also eine leicht verkürzte Spannweite. Allerdings liegen die meisten Stoffe nur bis 150 oder maximal 160cm vor. Das sollte jedoch trotzdem für einen durchschnittlich großen Menschen reichen. (Da früher Stoffe in kleineren Breiten gewebt wurden, entsteht hier natürlich eine kleine historische Ungenauigkeit, um meinen Vorbehalt vom Einleitungstext noch einmal aufzugreifen.)
Zu den Buchstaben in der Skizze:
a) halbe Stoffbreite
b) 15 cm
Anmerkung zur Kapuze: Diese ist für Kinder- oder Frauenköpfe. Wer einen großen Kopfumfang besitzt, sollte hier noch einmal etwa 5cm pro Maß zugeben.
Anmerkung zur gelben Linie: Diese kann als Naht in der Kapuze verwendet werden, da die Teile dann weniger Platz auf dem Stoff verbrauchen. Daher sieht man auf den Bildern auch eine Mittelnaht.
Aus den Resten zwei ca. 2-3cm breite und 25cm lange Streifen als späteren Verschluss zuschneiden.

Schnittmuster


Nähen:

Ausschneiden und umsäumen.
Falls die Kapuze zweigeteilt zugeschnitten wurde, die Teile rechts auf rechts zusammen nähen und die Nahtzugabe durch Entlangnähen fixieren.
An den blau markierten Kanten den Stoff nach innen umschlagen und entlang nähen. Ebenso mit der orangenen Kante verfahren.
Nun muss die grüne Kante der Kapuze auf den grünen Halsausschnitt des Hauptteils angenäht werden. Dazu die Kapuzenkante in Falten legen (recht dicht). Wenn möglich, mehr Stoff im hinteren Teil häufen und vorne das letzte Stück von ca. 4cm nicht mehr falten.

Falten
Hierbei wird der Kapuzenstoff nicht direkt an der Kante des Hauptteils, sondern 1,5cm nach innen versetzt angenäht. Diese Nahtzugabe wird dann umgeschlagen und festgenäht, um eine schönere Kante zu erzeugen.
Nun werden noch die Verschlussbänder angenäht.