Bereits vor der Französischen Revolution zeichneten sich erste Stiländerungen ab, doch spätestens zur Jahrhundertwende waren die großen Roben nicht mehr tragbar. Statt der Stays mit gerader Front wurde nun eine Silhouette präferiert, die wir noch heute unter Empire-Taille kennen. Sie liegt knapp unterhalb der Brust und drückt diese nicht mehr flach. Daher ist dies eine besonders einsteigerfreundliche Epoche. Statt der Chemise und den ersten Formen des Korsetts kann man hier auch leicht einen Dirndl-BH tragen. Filme wie Stolz und Vorurteil, Krieg und Frieden und ähnliche, die während der Napoleonischen Feldzüge spielen, können als erste Ideenquelle dienen.

Empirekleider haben oft einen sommerlich leichten Look, können aber auch aus schwerem Baumwollsamt gefertigt werden. Auch hier gibt es wieder Unterschiede bezüglich Tageszeit und Anlass.

Oft sieht man auch beide Schichten kombiniert. Ebenfalls sehr beliebt war das Tragen von Schals, mit deren Drapierung man dem griechischen Vorbild nacheifern konnte. Etwas schlichter werden nun auch die Haare getragen. Die Zeit der Turmfrisuren ist vorbei.

In den 1820ern wurden die Röcke dann weiter und ein ähnlicher Stil trat erst wieder nach der nächsten Jahrhundertwende auf. Nur die Schuten, ein weiter Hut, der ironischerweise an eine Mischung aus Scheuklappen und Blumenvase erinnert, bleibt noch einige Jahrzehnte. Davon habe ich übrigens eine Anleitung auf der Seite.   

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