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Cosplay & Historische Kleidung

Einsatz für Ausschnitt

Diese Anleitung  verwendet dasselbe Schnittmuster wie der Fellkragen, arbeitet aber mit Stoffen. Beide sind als Einsatz für den Ausschnitt gedacht und sollen vor kaltem Wetter und ungewünschten Einblicken schützen. Sie sind wie eine Art Kragen und werden unter das eigentliche Oberteil gezogen. Der Schnitt ist identisch, die Verarbeitung allerdings ein wenig anders.

Schnittmuster:

Das folgende Hauptschnittmuster (exakt DinA4) benötigt ihr zwei Mal (vorne sollte, wenn möglich, im Stoffbruch zugeschnitten werden) und den Kragen einmal. Der Kragen sollte aus einem Rechteck gefertigt werden, das 9cm breit und 40cm lang ist, wobei überstehendes evtl. abgeschnitten wird. Außerdem benötigst du 5 Paar Häkchen und Ösen.

Schneidet es zunächst aus billigem Stoff zu und testet, ob es bei euch den gesamten Ausschnitt abdeckt. Addiert dann, wenn nötig, noch etwas an den Rändern. Allgemein sollte das Fichu etwa drei bis fünf cm unter die Kante des Kleidungsstückes ragen, um nicht hervor zu rutschen. Testet bei dieser Gelegenheit auch, ob der Halssauschnitt stimmt. Wird er erweitert, muss auch das Kragenstück erweitert werden. Das alles klingt im ersten Moment deutlich komplizierter, als es eigentlich ist.

Nähen:

Alles zuschneiden und umsäumen. Danach Vorder- und Rückseiten an den Schulterkanten rechts auf rechts aufeinander nähen. Im nächsten Schritt alle Kanten bis auf den runden Halsausschnitt doppelt nach innen falten, feststecken und dann festnähen, um einen sauberen Abschluss zu bekommen. Mit den Nahtzugaben wie auf dem folgenden Bild verfahren.

Nun wird die Bahn des Kragens rechts auf rechts an den runden Halsauschnitt gesteckt und festgenäht. Die Nahtzugabe sollte zwischen 0,5 und 1cm betragen, je nach Dicke des Stoffes. Bei schmalerer NZ kann evtl. etwas vom Streifen übrig bleiben, was abgeschnitten wird.

An Anfang und Ende (sprich bei der hinteren Naht) wird der Streifen nach innen umgeschlagen.

Im nächsten Schritt muss der Kragen sauber längs gefaltet und auf der Innenseite festgesteckt werden, wobei die Nahtzugabe wiederum nach innen geklappt werden muss. Dies sorgt dafür, dass auch auf der Innenseite eine saubere Kante entsteht und nichts reiben kann. Im Idealfall wird diese Naht nun nicht mit der Maschine genäht, sondern mit kleinen Handstichen, die von der Außenseite aus nicht sichtbar sind.

Am Ende müssen nur noch die Häkchen und Ösen aufgenäht werden. Hier liegt der Stoff doppelt, sodass die Stiche auf der Außenseite nicht sichtbar sein müssen.



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