Bertha Krägen bestehen aus mehreren Schichten und waren im Biedermeier und zu den frühen Regierungszeiten Königin Viktorias in Mode. Mit dieser Anleitung könnt ihr selbst das passende Schnittmuster zeichnen und es anschließend umsetzen.

Schnittmuster: Zum Erstellen des Schnittmusters mssen alle Teile des Oberteils so aneinander gelegt werden, dass man die Kante des Ausschnittes sehen kann und die Nahtzugaben sich dabei so weit überlappen, dass sie sich im oberen Teil nicht mehr auf die Zeichnung des Schnittmusters auswirken, also wegfallen. Nun wird an der Ausschnittkante entlang gezeichnet und eine Art Halbmond gezeichnet, der die spätere Gesamtfläche des Kragens wiederspiegelt. Wenn dort eine Nahtzugabe war, sollte sie wieder abgezogen werden. Man erstellt auf diese Weise eine vordere Hälfte, die man noch teilt, und eine hintere mit Mittelnaht. Das hintere Schnittmuster ist also etwa halb so groß. Dort, wo die Träger sich treffen, gibt man an jedes Teil der Bertha etwa einen halben cm dazu. So sitzt der Kragen nicht zu eng.

Schnittmuster-Details: Das Grundschnittmuster wird nun einmal abgezeichnet und rundherum mit 1cm Nahtzugabe versehen. Dies ist die Basis (B).

Anschließend wird das Grundschnittmuster in vier Teile geschnitten. Die Schnittkanten repräsentieren die späteren Kanten der einzelnen Schichten (A). Die unterste Schicht darf weggeworfen werden. Alle anderen drei werden abgezeichnet und rundherum mit 1cm Nahtzugabe versehen.

Zuschnitt: Die Basis wird je einmal aus festerem Stoff und einmal aus Oberstoff zugeschnitten. Die Streifen werden je aus Oberstoff zugeschnitten. Hintere Teile müssen natürlich doppelt und seitenverkehrt zueinander angefertigt werden.

Angefangen mit dem unteren Streifen, werden diese nun auf die Basis genäht. Immer mit der unteren Kante rechts auf rechts an der Nz entlang nähen, dann nach oben klappen.

Wenn gewünscht, die Position mit einer schnellen Naht an der oberen Kante sichern und dann mit der darüberliegenden Schicht weiter machen.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, weiter fortzufahren: Entweder werden nun alle Teile der späteren Außenseite aneinander genäht und anschließend rechts auf rechts gefüttert und dann im Ganzen gewendet…

…wodurch keine sichtbaren Nähe entstehen (aber wie hier manchmal ungenaue Nahtlinien).

Oder man füttert die Teile einzeln mit rechts auf rechts genähten Nähten, wendet sie einzeln und verbindet sie erst dann, wodurch aber die Nähte innen oder außen sichtbar sein werden. Dies kann man mit einem einfachen Streifen verbergen, der zudem dekorativ ist.

Am Besten wird die Bertha mit ein paar unauffälligen Handstichen an dem Ausschnitt des Oberteils befestigt, die nur das Futter greifen. Zusätzlich können Spitze oder Blumen angebracht werden.

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