Über Basiskleid und Trägerkleid können die Frauen der Wikingerzeit noch ein drittes Kleidungsstück tragen: eine dekorative Schürze. Diese besteht im Prinzip lediglich aus einer langen Stoffbahn und ist im Reenactmentbereich oft kunstvoll verziert, was das Objekt zur Festtagskleidung macht. Als Material habe ich bisher Wolle oder Leinen verwendet, zum Besticken diverse Wollgarne.

Das Schnittmuster ist denkbar einfach: Da die oberen Ecken zur Befestigung in die Ovalfibeln kommen, ist deren Abstand plus 2cm Nahtzugabe auch die Breite des Rechtecks. Die Länge ist Geschmackssache, entspricht bei mir aber etwa der des Trägerkleides. Ist der Stoff recht dünn, bietet es sich an, eine zweite Schicht als Futter mit zu verarbeiten, besonders im Bereich der Stickereien. Lediglich die Außenkanten erfordern eine Bearbeitung: Um Fransen vorzubeugen, werden sie doppelt nach innen geschlagen und mit fast unsichtbaren Stichen festgenäht. Schon ist das Grundobjekt fertig. Ein echter Zeitfresser sind jedoch die Verzierungen.

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