Robe à la Francaise

Diese Kleider assoziiert man meist mit Hofmode, auch wenn diese dann wieder etwas spezieller ist. Tatsächlich ist die Robe à la Francaise durch ihre auffallenden Rückenfalten ein echter Stofffresser und dadurch eher zu gehobenen Anlässen passend. Getragen wird sie zur Mitte des Jahrhunderts über breite Unterbauten, kommt aber gegen die 1770er aus der Mode. Über einem bereits prächtig verzierten „Unterrock“ kommt die eigentliche Robe, welche wiederum vorne offen ist. Die Lücke schließt ein dreieckiger Stecker (auf den Stays).

Ich habe noch keine genäht, daher fehlt hier ein Foto.


Robe à l’Anglaise

Eine Kleiderform, die ursprünglich aus England kommt und der Robe à la Francaise schon bald die Show stiehlt, wenn man es so sagen kann.  Hier gibt es keine weit fallenden Rückenfalten. Vielmehr sind die Stoffalten „en Fourreau“ an das Oberteil genäht. Dadurch liegt die Anglaise hinten eng an. Meist wird die Anglaise im Museum über kleineren Unterbauten präsentiert; es gibt aber auch Beispiele von breiteren Varianten. Mitte des Jahrhunderts werden auch hier noch Stecker verwendet; später schließt das Oberteil Kante auf Kante, während es jedoch im unteren Teil weiterhin den Blick auf den „Unterrock“ freigibt.

Kleid mit Stecker, En Fourreau Rücken

Anna Strong gimp 700

En Fourreau Beispiel an einem anderen Kleid während des Herstellungsprozesses

en-fourreau-beispiel

Gegen Ende des Jahrhunderts gibt es dann Kleider, die sogar nur noch einen Rücken mit Nähten haben, ganz ohne Falten, die habe ich hier dazugepackt:

Anglaise Seite gimp 700

Dieses Kleid schließt auch Kante auf Kante vorne:

Anglaise vorne gimp 700

 


Robe à la Polonaise

Ich habe schon von mehreren Ansätzen gelesen, diese Robe näher zu definieren. Während an manchen Stellen von einer eigenständigen Kleiderform mit besonderen Eigenschaften ausgegangen wird, gibt es parallel die vereinfachte Theorie, alles mit hochgerafftem Rock als Polonaise-Tragevariante zu bezeichnen. Zwei meiner Anglaisen würden letzteres Kriterium erfüllen.

Anglaise Polonaise hinten 700 

francaise-anglaise-polonaise-forum

 


Round Gown/Closed Robe

Auch hier wird es wieder etwas schwieriger, zu einer guten Definition zu kommen. Meiner Meinung nach macht das Round Gown ein rundumgehender, einfacher Rockteil aus. Andere Theorien verweisen auf das Oberteil, doch kann ich in „Costume in Detail“ sowohl Closed Gowns mit Stecker als auch mit Kante-auf-Kante-Schließung finden, wodurch ich für eine Betrachtung des Rockteils als entscheidenden Punkt stimmen würde.

quaker-front

Round Gown 700

 


Jacke-Rock Kombination

Diese Kleidungsform wurde von jeder Gesellschaftsschicht getragen; für die einen war das tägliche Outfit, für die reicheren hingegen eher eine Art Relaxing-Kleidung, um es salopp zu formulieren. Jacken können im Rückenschnitt sowohl der englischen als auch der französischen Mode folgen, einen Stecker besitzen oder nicht, eventuell Schößchen oder Ärmelverzierungen haben und und und… Hier gibt es sehr viele verschiedene Formen, Materialien und Ausführungen.

Um einen einfachen Rock zu nähen, kannst du dieser Anleitung folgen.

Rot Titel 700
 
Rot Wanderung Cut 700

Weiß Titel 2 Gimp 700

Schwarz Panorama 700

 


Reitmode

Dieses Beispiel habe ich herausgegriffen, da ich es selbst bereits genäht habe. Im Vergleich zu den feinen Kleidern wirkt dieses Modell weniger feminin. Tatsächlich entlehnt Reit- Reise- und Jagdmode viele Elemente aus der Männermode und vereint Praktisches mit einigen wenigen modischen Elementen.

rokoko-riding-habit-vorne-cut-forum


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