Dieses Projekt könnte wohl unter dem Motto laufen „was lange währt wird endlich gut“; lag es doch einige Monate in den Tiefen des Schranks, bevor ich wieder die Lust gefunden habe, daran weiterzuarbeiten. Geplant war es zusammen mit den anderen Wikingerkleidern (Brunja, Winterkleid, Nähkleid) für Oldenbourg 2016, allerdings blieb mir schließlich keine Zeit zum Vollenden, weshalb ich es lediglich einmal im völligen Rohzustand getragen habe. Jetzt bzw. im Frühjahr 2018 konnte ich es auf einem Nähtreff nach dem anfänglichen Stress endlich wieder ansehen und mich neu motivieren.

Das Outfit basiert zunächst einmal auf einem dunkelblauen Leinenkleid. Da das Material knapp wurde, habe ich Saum, Ausschnitt und Ärmelsaum aus etwas hellerem Stoff gefertigt. Dies gibt dem Ganzen einen etwas anderen Look als den schlichteren vorigen Wikingerkleidern. Außerdem liegt es deutlich enger an. Darüber kommt ein Überkleid, das sogar mit Abnähern tailliert wurde und eine seitliche Schnürung besitzt.

Genäht ist alles per Hand. Um das Outfit noch etwas detaillierter zu gestalten, habe ich beide Teile mit Wollgarn bestickt. Hochgehalten wird das Überkleid außerdem durch zwei goldene Fibeln, die ich im Internet gefunden habe. Diese sind die einzigen frei interpretierten Bestandteile des Projekts. Alle Weiteren basieren auf den Ausgrabungsberichten zu Haithabu.

Dazu trage ich die selbstgemachten Schuhe, die mir mein Freund gemacht hat. Diese bestehen aus Leder und sind sehr bequem. Schnittmuster und Tipps für eure eigene Mittelalterliche Kleidung findet ihr in der Anleitungsrubrik.

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