Auch dieses Kleid habe ich anlässlich des WGTs angefertigt. In dieses Kleid sind verschiedene Stile des 18. Jahrhunderts eingeflossen. Während des Nähens habe ich gemerkt, dass die Farbtöne an eine typische Schwarzwälder Kirschtorte (dunkler Teig, rotlila Kirschen und weiße Sahne) erinnern. So hat das Outfit seinen jetzigen Namen erhalten. Hauptmaterialien waren ca. 6m schwarzer und 3m lila „Salsa Taft“ von stoffe.de. Dieser hat den nötigen Stand für die zahlreichen Drapierungen und schimmert wie echte Seide, ist jedoch wesentlich pflegeleichter.

Francaise-Anglaise einzeln 700

Das Oberteil ist mantelartig geschnitten, d.h. Oberteil, oberer Rock und Ärmel sind in einem genäht und werden über die typische „Schnürbrust“ (korsettähnlich) gezogen. Schließen kann man dieses jedoch erst mithilfe des sogenannten „Steckers“, des verzierten Mittelteils, der ursprünglich wirklich mit Nadeln befestigt wurde, sich hier jedoch einfacher mit zwei Reihen Haken- und Ösenband schließen lässt. In das Baumwollfutter des Oberteils sind einzelne Tunnel mit Kabelbindern eingearbeitet, sodass es steif sitzt und nicht knittert. Die Ärmelrüschen sind mehrlagig und im typischen Stil der Zeit. Mit einer Zackenschere abgeschnittene Kanten geben dem Ganzen ein fluffiges Aussehen.

Francaise-Anglaise-Polonaise-700

Zur Ergänzung des Outfits bieten sich nun zwei verschiedene Möglichkeiten: Der schwarze Rock mit drei verschiedenen Rüschen wird über einen breiten Unterbau getragen und verleiht dem ganzen einen sehr formellen Look, während der kontrastfarbene Unterrock das Outfit etwas auflockert. Bei dieser Variante wird der Oberrock „à la Polonaise“ gerafft. Insgesamt haben die Rüschen eine Länge von ca. 18 Metern. Sie wurden mit der Zackenschere bearbeitet und dann eingereiht. Die Blumen bestehen aus denselben Grundmaterialien und wurden mit einfachen Wachsperlen in 4mm Durchmesser bestickt, was viel Zeit und Geduld erfordert hat.


Wenn du noch mehr Infos zum 18. Jahrhundert haben möchtest, dann schau dir doch mal diese Anleitungen an:


Hier geht es zur Infoseite zum 18. Jahrhundert mit den Unterseiten

 

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